Arzneimittelprüfung


Um das richtige Mittel zur Linderung oder Heilung von Krankheiten zu verabreichen, ist die genaue Kenntnis darüber notwendig.

Die Gabe verlangt daher ein vorherige genaue Überprüfung des Arzneimittels am gesunden Menschen. Da aber viele als Ursubstanzen verwendete Stoffe giftig oder gesundheitsschädlich sind, wird darauf geachtet, dass nur geringe Dosen der Ursubstanz oder Verdünnungen verwendet werden.

Bei der homöopathischen Arzneimittelprüfung ist von besonderem Interesse, welche Symptome auftreten können, die neu hinzukommen und ob diese sich auch verändern. Es werden alle körperlichen Veränderungen, wie z.B. Schwitzen, Schmerzen oder auch das Auftreten von Entzündungen festgehalten.

Darüber hinaus werden alle seelischen und psychischen Veränderungen festgehalten, z.B. Veränderungen in der Stimmung (Gereiztheit, Unruhe, Lustlosigkeit).

Diese Gesamtheit aller gesammelten Befunde und Resultate vereinen sich zu einem Arzneimittelbild, welches ein Mittel genau beschreibt und das dem Homöopath bei der richtigen Bestimmung der Arznei hilft.

Aus diesem Grund spielen die homöopathischen Arzneimittelprüfungen eine wichtige Rolle in der Homöopathie, da immer wieder neue Substanzen hinzukommen und das Beschwerdebild eines Menschen sehr individuell sein kann.

Wichtig ist hier anzumerken, dass die homöopathischen Arzneimittelprüfungen nicht mit den Arzneimittelprüfungen herkömmlicher Art zu vergleichen sind, da hier nur eine Beobachtung über die möglicherweise auftretenden Symptome durch ein Mittel vorgenommen wird und nicht die Wirksamkeit untersucht bzw. bestätigt wird.